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Steyr
IMFT 6 2015 272

Schweizer Armee Steyer A680GL mit Funkwagenaufbau SE-430/m

A680GL
Hersteller: Steyr Daimler PuchW
Verkaufsbezeichnung: Steyr A680GL
Produktionszeitraum: 1969–?
Vorgängermodell:  ?
Nachfolgemodell:  ?
Technische Daten
Bauformen: FrontlenkerW
Motoren: Steyr WD-609
Steyr WD-610
6 L (Diesel)
Leistung: 88 kW
Länge: 6500 – 6800 mm
Breite: 2300 mm
Höhe: 3230 mm
Radstand: 3700 mm
Wendekreis: 17 m
Nutzlast: 3,0 – 5,5 t
zul. Gesamtgewicht: 8,8 t

Der Steyr A680GL, auch Steyr A680M LKW gl, ist ein geländegängigerW LastkraftwagenW der Marke SteyrW und eine schweizerische Variante des Steyr 680MW (der ebenfalls Verwendung in der Schweizer Armee fand). Er unterscheidet sich von ihm durch einen etwas längeren RadstandW (3700 statt 3300 mm) und Trilex-FelgeWn, die es erlauben, fernab von einer Werkstatt nur mit Montierhebel, Wagenheber und Radkreuz einen Reifen zu reparieren bzw. Mantel und Schlauch zu wechseln.

1969 beschaffte die Schweizer Armee 405 dieser Fahrzeuge, die als Brückenwagen mit Verdeck, als Brückenwagen mit Spezialaufbau und Einachs-Anhänger für den Transport von PionierW-Brücken und als Werkstattwagen mit Kofferaufbau eingesetzt wurden.[1]

Technik Bearbeiten

Die NutzlastW des Pritschenwagens beträgt 3 Tonnen. Fast alle A680GL erhielten einen Aluminium-Aufbau für das Ersatzrad und den Werkzeugschrank; er ist selbst bei der Pritschen-VarianteW vorhanden. Oft wurden die Fahrzeuge mit einem KofferaufbauW von Hess ausgestattet. Die bauartbedingte HöchstgeschwindigkeitW beträgt 80 km/h und die Reichweite mit dem serienmässigen 120 Liter-Tank etwa 450 km. Auf ebener Strasse bei zügiger Fahrt werden ca. 22 l/100 km Treibstoff verbraucht. Teilweise wurden auch Fahrzeuge mit einer mechanischen SeilwindeW ausgestattet.[1]

Fahrgestell und Aufhängung Bearbeiten

Das Fahrzeug ist auf einem LeiterrahmenW aufgebaut und mit zwei angetriebenenW StarrachseWn ausgestattet. Die Aufhängung erfolgt mittels längs angeordneten HalbelliptikW-Blattfederpaaren für jede Achse und hydraulischen TeleskopstossdämpfernW vorn. Der A680GL hat rundum TrommelbremseWn, eine Zweikreis-Bremsanlage mit Drucklufthilfe auf alle Räder sowie eine druckluftunterstützte Feststellbremse mittels Seilzug auf die Hinterräder und eine mechanisch betätigte Auspuffstaudruckbremse.[1]

Motor Bearbeiten

Die verwendeten Motoren der Baureihen WD-609 (mit VorkammereinspritzungW) und WD-610 (DirekteinspritzungW) leisten mit 88 kW (120 PS) @ 2800 U/min. Es handelt sich umflüssigkeitsgekühlteW, ohv-gesteuerteW (StösselW, Stösselstangen und KipphebelW) SechszylinderW-ViertaktW-DieselmotorWen mit zwei Ventilen pro Zylinder. Aus einer ZylinderbohrungW von 105 mm und einem KolbenhubW von 115 mm ergibt sich ein HubraumW von 5976 cm³. Die Motoren wurden zunächst mit einer VerdichtungW von 17,5:1 und später 17,0:1 ausgeliefert. Das DrehmomentW beträgt je nach Ausführung 360 NmW @ 1600 U/min resp. 380 Nm bei 1600 U/min.[1]

Eine TurboaufladungW gibt es im Gegensatz zu den österreichischen Modellen nicht.

Die StaudruckbremseW in Form einer nach dem AbgaskrümmerW angeordneten DrosselklappeW kann im Gegensatz zu vielen anderen Fahrzeugen feinfühlig über einen Hebel eingestellt werden, sodass bei schwierigen Fahrsituationen, z. B. auf Schnee im Gefälle, die genau richtige Bremsung eingestellt werden kann, ohne durch einen Ruck ein Rutschen auszulösen. Mit dem Handgashebel kann nicht nur der LeerlaufW dosiert, sondern auch feinfühlig bis Vollast die Leistung reguliert werden, sodass bei Autobahnfahrten der Fuss vom Gas genommen oder bei besonderen Fahrtbedingungen eine bestimmte konstante Leistung vorgegeben werden kann.

Antrieb Bearbeiten

Das mechanisches Fünfganggetriebe mit Stockschaltung ist vollsynchronisiert und positiv verriegelt.[1] Das mechanische Untersetzungs-W- und VerteilergetriebeW hat zwei Schaltstufen und ist ist synchronisiert für Strassen- und Geländegang. Für die Seilwinde gibt es einen Nebenantrieb. Das Fahrzeug verfügt über je einen Schalthebel für das Getriebe, für Strassen- oder Geländefahrt und allenfalls für die Seilwinde. Die HinterachssperreW und der VorderradantriebW sind pneumatischW zuschaltbar und werden mit eigenen Zugschaltern betätigt, wobei letzterer bei Umstellung auf Geländefahrt automatisch eingelegt wird.[1]

Diese Geländefahreinrichtungen stehen ab etwa 4 BarW DruckluftW-Systemdruck zur Verfügung.

Die Einscheiben Trockenkupplung mit Torsionsdämpfer F&SW G 310 K wird hydraulisch betätigt.[1]

Elektrik Bearbeiten

Die elektrische 24-Volt-Anlage wird von zwei 12 V Batterien zu je 125 Ah gespeist, die unter dem Beifahrersitz untergebracht sind.[1]

Varianten Bearbeiten

Steyr A680 gl Brückenwagen mit Verdeck Bearbeiten

Die Ladefläche ist 4,1 m lang und 2,11 m breit.[1]

Steyr A680 gl Brü Matw sch gl 4x4 Bearbeiten

Materialfahrzeug der Pioniereinheiten zum Transport mobiler Brücken des Typs Brü 69 als Gespann mit einem Einachs-Anhänger.[1]

Steyr A680 g Wew A1 sch gl 4x4 Bearbeiten

Dies ist ein geländegängiger LKW mit Kofferaufbau, ausgebaut als Werkstattwagen. Es sind noch Fahrzeuge dieser Bauart im Armeedienst.[2]

Literatur Bearbeiten

  • G. N. Georgano (Hrsg.), G. Marshall Naul: Complete Encyclopedia of Commercial Vehicles. MBI Motor Books International, Osceola WI, 1979; ISBN 0-87341-024-6.

Weblinks Bearbeiten

Commons-logo.svg Commons: Steyr 680M – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 1,8 1,9 militaerfahrzeuge.ch: Steyr A680gl Brü Matw sch gl 4x4 für Brü 69.
  2. militaerfahrzeuge.ch: Steyr A 680 g Wew A1 sch gl 4x4.


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