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Sarnersee
Sarnersee
Sarnersee
Geographische Lage Zentralschweiz
Zuflüsse Aa, Grosse Melchaa, Dreiwässerkanal
Abfluss Sarner Aa
Orte am Ufer Sarnen, Sachseln
Daten
KoordinatenW 658711 / 190440Earth46.86258.2086111111111469Koordinaten: 46° 51′ 45″ N, 8° 12′ 31″ O; CH1903: 658711 / 190440
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Sarnersee
Höhe über MeeresspiegelW 469 m ü. M.
Fläche 7,5 km²f5
Länge 6 kmf6
Breite 1,3 kmf7
Maximale Tiefe 51 mf10
BFS-Nr.W: 9239
Karte Sarnersee.png

Der Sarnersee ist ein 7,5 km² grosser See in der Zentralschweiz im Kanton Obwalden. Er erstreckt sich in Südwest-Nordost-Richtung, ist ungefähr 6 km lang und hat eine mittlere Breite von 1,3 km. Die mittlere Seehöhe liegt auf 469 m ü. M., der tiefste Punkt des Seegrundes auf 418 m ü. M., was einer maximalen Tiefe von 51 m entspricht.

Lage Bearbeiten

Der See liegt in einem von den eiszeitlichen Gletschern ausgeschliffenen breiten Tal. Er ist eingebettet zwischen den Höhenzügen von Jänzi (bis 1738 m ü. M.) im Nordwesten und Arnigrat (bis 2105 m ü. M.) im Südosten. Seine Ufer sind überwiegend flach, steilere Ufer gibt es nur an der Südecke sowie im Nordwesten. Der südliche Zufluss des Sarnersees ist der 1875 in Giswil erstellte Dreiwässerkanal, der das Wasser vom Lauibach, von der Aa (aus dem Lungerersee) und von der Kleinen Melchaa mit sich führt. Weitere Zuflüsse sind der Steinibach von Westen und die Grosse Melchaa von Osten, die 1880 bei Sarnen in den See umgeleitet wurde. Zuvor floss die Grosse Melchaa am Ortsrand von Sarnen entlang und erst nördlich von Sarnen in die Sarner Aa. Bei Sarnen am Nordostufer verlässt die Sarner Aa den See.

Flächenanteil am Sarnersee haben die drei Obwaldner Gemeinden Sarnen, Sachseln und Giswil, wobei zu Giswil nur ein ganz kleiner Anteil im Bereich westlich der Mündung des Dreiwässerkanals gehört.

Geschichte Bearbeiten

In der Periode nach der letzten Eiszeit war der Sarnersee Teil des heutigen Vierwaldstättersees. Er bildete den hintersten Abschnitt der Alpnacher Bucht. Im Lauf der Zeit führten aber die Grosse Schliere und die Kleine Schliere sowie die Grosse Melchaa viel Geschiebe heran und bauten Schwemmkegel auf, so dass es zu einer Abschnürung und nachfolgenden Aufstauung des Sarnersees kam. Heute liegt der Seespiegel des Sarnersees 35 m über dem Vierwaldstättersee.

Bis zur Eröffnung der Brünigstrasse im Jahre 1861 erfolgte der Transport von Waren und Personen zwischen den beiden Zollstätten am südlichen und nördlichen Seeufer mit NauenW.

Die letzten Seegfrörnis (Zugefrieren des Sees) ereigneten sich in den Jahren 1947,[1] 1953, 1956, 1963 und 1981.[2]

Fischerei Bearbeiten

Die Fischerei im Sarnersee war mit alten Landesgesetzen reglementiert, aber grundsätzlich frei. Sie wurde 1878 von der Patentfischerei abgelöst. Die Berufsfischerei kam Anfang des 21. Jahrhunderts zum Erliegen.[3]

Überschwemmungen Bearbeiten

Nach dem grossen Unwetter von 1999 und dem Alpenhochwasser 2005 wurden verschiedene Projekte vorgeschlagen, um die Abflusskapazität der Sarner Aa zu erhöhen. Diese reichen von einer Tieferlegung der Sarner Aa bis zu zwei Stollenprojekten.[4][5]

Weblinks Bearbeiten

Commons-logo.svg Commons: Sarnersee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Foto "Zugefrorener Sarnersee, 1947", in: "Katastrophen-Sepp, Die Obwaldner Fotografen-Dynastie Reinhard", Verlag Brunner, 2001, Seite 251.
  2. Schnee-und Temperatur(variabilität) im Schweizer Alpenraum (PDF; 2,3 MB), von Simon Scherrer, Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz, vom 22. Januar 2009
  3. Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz, siehe Weblinks.
  4. Hochwasserschutz Obwalden - Geschichte Webseite des Bau- und Raumentwicklungsdepartement des Kantons Obwalden, abgerufen am 26. August 2010
  5. Varianten Auflistung der Varianten auf der Webseite der IG Hochwasserschutz Sarnen, abgerufen am 26. August 2010
Dieser Artikel basiert bzw. Teile davon basieren auf „Sarnersee“ in der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 23:43, 16. Okt. 2015‎ (Permanentlink) und steht unter der Lizenz cc-by-sa 3.0 unportedW. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


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