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Pfannenstiel
Pfannenstiel - Zürichsee - Richterswil - Freienbach - Etzel 2010-10-21 16-07-14

Pfannenstiel-Kette vom gegenüberliegenden Zürichsee-Ufer (Etzel) gesehen

HöheW 853 m ü. M.
Lage Kanton Zürich, Schweiz
KoordinatenW 693203 / 238657Earth47.2922222222228.6708333333333853Koordinaten: 47° 17′ 32″ N, 8° 40′ 15″ O; CH1903: 693203 / 238657
Reliefkarte Zürich blank
BlackMountain
Pfannenstiel (Berg)

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Der Pfannenstiel ist ein HügelW im Kanton Zürich zwischen Meilen und Egg. Die höchste Erhebung misst 853 m ü. M..

Heute ist der Pfannenstiel ein populäres Naherholungsgebiet im Kanton Zürich. Im Südosten steht oberhalb des Gasthauses Hochwacht nahe beim höchsten Punkt des Pfannenstiels ein Aussichtsturm, der zuvor auf dem Zürcher Oberländer Berg Bachtel stand. Nordwestlich der Ortschaft Forch steht das Wehrmännerdenkmal, im Volksmund Forchdenkmal genannt. Im Winter wird auf dem Pfannenstiel bei genügend Schnee eine LanglaufW-Loipe angelegt.

Höhenzug Bearbeiten

Der Begriff Pfannenstiel bezeichnet neben dem Hügel oft den ganzen HöhenzugW zwischen dem rechten Ufer des Zürichsees (Hombrechtikon bis Zürich) und dem Aabach, dem linken Greifensee-Ufer und der Glatt bis etwa Dübendorf. Von Südost nach Nordwest folgen sich südöstliche Ausläufer, der Pfannenstiel im eigentlichen Sinne, der Wassberg (beim Chapf 748 m), der Öschbrig (696 m), der Adlisberg (701 m) und der Zürichberg (670 m). Die kantonale Planungsregion Pfannenstiel ist weitgehend mit dem Bezirk Meilen identisch.

Entstanden ist der Höhenzug durch seitliche Ablagerungen des LinthgletscherWs – einer so genannten SeitenmoräneW – während der letzten mitteleuropäischen EiszeitW.

Umstrittene Namensherkunft und Schreibweise Bearbeiten

Pfannenstiel - Hochwacht IMG 4835

Restaurant Hochwacht

Pfannenstiel Aussichtsturm IMG 4790

Aussichtsturm

Pfannenstiel - Okenshöhe IMG 4827

Die Okenhöhe mit dem Lorenz Oken gewidmeten Findling

Laut dem Zürcher Historiker Leonhard von Muralt stammt der Name Pfannenstiel aus dem 17. Jahrhundert und bezieht sich auf die PechpfanneW auf der Hochwacht. Diese diente zur Alarmierung mit Feuer- und Rauchzeichen. Allerdings findet sich der Name «Pfannenstiel» bereits in Urkunden aus dem Jahre 1333, als es noch keine Hochwachten gab. Der Name wurde daher wahrscheinlich von der Geländeform inspiriert, die lang gezogen und leicht geschwungen an den Holzgriff einer alten Pfanne erinnert.

Umstritten war auch die Schreibweise. Um 1960 hat das Bundesamt für Landestopografie bei einer revidierten Ausgabe der Landeskarte die bisherige Schreibweise «Pfannenstiel» in «Pfannenstil» geändert. Dieser Entscheid wurde hingegen bei der nächsten Revision um 1970 bereits wieder rückgängig gemacht. Die Behörden der Gemeinde Meilen auf der Westseite des Pfannenstiels hatten aber eilfertig die neue Schreibweise «Pfannenstil» bereits umgesetzt. Wegweiser und Strassennamen («Pfannenstielstrasse») wurden daher angepasst. Um 1975 wurden diese Änderungen allmählich wieder rückgängig gemacht.

In der Schweiz wird die Schreibweise von Namen auf der Landeskarte in einer eidgenössischen Verordnung geregelt.[1] Im Sinne dieser Verordnung ist in jedem Kanton eine amtliche NomenklaturkommissionW für die Erhebung und die Schreibweise der LokalnameWn zuständig. Die Verordnung sieht zudem vor, dass geographische Namen mit geringer, lokaler Bedeutung in der lokalen Mundart geschrieben werden (Art. 7: «Die Schreibung der Namen von geringer, lokaler Bedeutung, für die nach Artikel 4 und 5 keine besondere Regelung vorgesehen ist, erfolgt in Anlehnung an die ortsübliche Aussprache nach den im Anhang zu diesen Weisungen enthaltenen Grundsätzen und Schreibregeln»). Bei einer mundartlichen Schreibweise wird für ein langes i das Dehnungs-ie der Schriftsprache nicht gebraucht. Demnach müsste der Pfannenstiel ohne ie geschrieben werden. Der Pfannenstiel weist aber eine grössere als nur geringe, lokale Bedeutung auf und sollte daher nicht mundartlich geschrieben werden. In Art. 5 heisst es zudem, dass Namen, denen infolge ihrer geographischen, historischen oder literarischen Bedeutung ein allgemeines Interesse zukommt, in der allgemein üblichen Schreibweise zu belassen sind.

Pfannenstielturm und Okenhöhe Bearbeiten

Der als Stahlfachwerkturm ausgeführte Pfannenstielturm wurde 1893 auf dem Bachtel errichtet und 1979 unter Denkmalschutz gestellt. Da er als Antennenträger nicht ausreichend war, wurde er 1985 von der damaligen PTT abgebaut und seine Teile eingelagert. 1992 wurde er auf dem Pfannenstiel oberhalb des Restaurants Hochwacht wiederaufgebaut.

Südlich des Restaurants Hochwacht liegt die Okenhöhe, benannt nach dem Deutschen Naturalisten Lorenz Oken, eine natürliche Terrasse mit – heute durch Bäume eingeschränktem – Blick zu den Glarner Alpen. Ein in der Nähe vorgefundener FindlingW wurde hierher gebracht und dem Mediziner und Naturforscher Lorenz Oken gewidmet.[2]

Der Pfannenstiel als Literaturschauplatz Bearbeiten

Der Zürcher Schriftsteller Albin Zollinger veröffentlicht 1940 den RomanW Pfannenstiel – Die Geschichte eines Bildhauers. Darin beschreibt er den Höhenzug als «ein Grat von schlichtem Verlauf, welchem sonderliche Überraschungen nicht eigentlich zugetraut werden konnten». Im Roman wird ein in die Schweiz zurückgekehrter Bildhauer von der politischen Realität enttäuscht, zieht sich auf den Pfannenstiel zurück, baut sich dort ein Haus und findet eine intakte dörfliche Gemeinschaft.

Weblinks Bearbeiten

Commons-logo.svg Commons: Pfannenstiel – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. vgl. Weisungen 1948
  2. Erratiker (MementoW vom 3. Februar 2014 im Internet ArchiveW)

Dieser Artikel basiert bzw. Teile davon basieren auf „Pfannenstiel (Zürich) “ in der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 13:02, 14. Jun. 2016‎ (Permanentlink) und steht unter der Lizenz cc-by-sa 3.0 unportedW. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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