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Paul Eisenring (* 9. Januar 1924 in Wil SG; † 1. Mai 2016 in Erlenbach ZH) war ein Schweizer Politiker und ChefredaktorW.

Leben Bearbeiten

Paul Eisenring war der Sohn des Textilfabrikanten Simon Eisenring und dessen Frau Sophie geborene Diethelm. Er besuchte die Mittelschulen in Feldkirch, Engelberg und zuletzt in Zürich, wo er 1943 Matura bestand. Er studierte Rechtswissenschaften in Zürich und Bern und promovierte 1946 in Bern.

Wirken Bearbeiten

Bereits von 1945 bis 1946 fungierte er interimistisch (kommissarisch), engagiert von Nationalrat Robert Eibel, als Berichterstatter aus dem Ständerat für den Tages-Anzeiger und die Schweizerische National-Zeitung. Von 1946 bis 1950 arbeitete er im Betrieb des Vaters, bevor er von 1950 bis 1968 als Chefredaktor, Direktor und als Mitglied des Verwaltungsrats der Schweizerische Handelszeitung tätig war. Von 1968 bis 1997 war er dort Präsident.[1] Als Student hat er 1947 das Komitee angeführt gegen den Bundesbeschluss über eine Revision der Wirtschaftsartikel in der Bundesverfassung. Er saniert das Unternehmen und startet eine politische Karriere.[2]

Von 1964 bis 1970 war Eisenring Mitglied des CSP/CVP-Gemeinderats Erlenbach ZH.[3] Von 1963 bis 1991 sass er für die Zürcher CVP im Nationalrat; er war zwischenzeitlich dort von 1979 bis 1980 Präsident und gehörte zum Wirtschaftsflügel der Partei. Ebenso war er von 1972 bis 1980 Präsident der CVP Kanton Zürich und im Anschluss dort Ehrenpräsident. 1986 war er Gründungsmitglied und bis 2003 Vizepräsident der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS). Er war Präsident in verschiedenen Verwaltungsräten.

Unter anderem war er Mitglied des Verwaltungsrates der Brown Boveri, Motor-Columbus, Jacobs Suchard S.A. (jetzt Mondelēz InternationalW) und dutzender weitere Unternehmen. Er war 1987 Mitbegürder des Handelsunternehmens Markant Handels- und Industriewaren-Vermittlungs AG (Markant (Handelsunternehmen)W).

Ab 1990 präsidierte er während sieben Jahren die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft (MS-Gesellschaft). Ebenfalls bekannt ist, dass er sich 1990 als Beirat für den ehemaligen privaten, geheimen Nachrichtendienst «P27» zur Verfügung gestellt hatte, eine private Organisationen, die ohne Rechtsgrundlage und Finanzaufsicht mit Bundesgeldern finanziert wurde und keiner politischen Kontrolle unterstand. Nach der Bekanntmachung durch eine Parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) liess der Bundesrat die Einheit 1991 auflösen.[4] Im September 1990 erlangte er per PostulatW «Geschäft Fichen-AffäreW» ohne Verzug abgeschlossen und bereinigt werden solle. Er regte an, die allein beim Bund eingesparten rund 50 Millionen Franken gleichsam als «Bussgeld» einem wohltätigen Zweck zuzuführen.[5]

Persönliches Bearbeiten

In erster Ehe war er mit Bernadette Frick und in zweiter Ehe mit Claudia Speidel verheiratet. [1] Er starb im Alter von 92 Jahren.[4] Die Beisegnung erfolgte in der Kirche St. Agnes in Erlenbach.[6]

Publikationen Bearbeiten

Literatur Bearbeiten

  • Eisenring, Paul. In: Hans Girsberger: Who is who in Switzerland. Central European Times Publishing Company Limited, 1989, S 176.
  • Dr. Paul Eisenring zu seinem 65. Geburtstag., Verband der Schweizerischen Waren- und Kaufhäuser, 1989.
  • Metamorphose des Warenhauses – Dr. Paul Eisenring zum 70. Geburtstag. Verband der Schweizerischen Waren- und Kaufhäuser, 1994.

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. 1,0 1,1 Siehe Weblink zum Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz.
  2. Armin Müller: Paul Eisenring – Im Namen der Gesinnung. Handelszeitung, 12. Mai 2011.
  3. Paul Eisenring, Todesanzeige, Gemeinderat und Gemeindeverwaltung Erlenbach, todesanzeigenportal.ch, Mai 2016.
  4. 4,0 4,1 Alt-Nationalrat Paul Eisenring verstorben. 20min.ch, 10. Mai 2016.
  5. Früherer Chefredaktor Paul Eisenring ist tot. Handelszeitung, 10. Mai 2016.
  6. ✝ Nationalrat Paul Eisenring, 1924–2016- CVP Männedorf, Mai 2016.




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