FANDOM


Bucher de l'armée suisse au Lac Noir

Duro mit Anhänger

GMTF 11Pl-2t 6x6 GL DURO IIIP (11089643403)

Geschützter Duro IIIP

GMTF 11Pl-2t 6x6 GL DURO IIIP (11089651083)

Innenansicht Duro IIIP

Der Mowag Duro ist ein geländegängiges, ungepanzertes oder geschütztes militärisches Fahrzeug des Schweizer Herstellers Mowag.

Entwicklung Bearbeiten

Der Duro wurde auf eine Ausschreibung der Schweizer Armee von der Bucher-Guyer AG entwickelt und konnte sich auch gegen einen konkurrierenden Entwurf von Mowag durchsetzen. Im Zuge einer Umstrukturierung bei Bucher-Guyer wurde die Duro-Fertigung an Mowag übergeben. Dies war auch im Interesse der Schweizer Armee, die ohnehin schon Fahrzeuge von Mowag bezog und die Konzentration der Fahrzeugbeschaffung auf wenige Hersteller bevorzugt.

Der Name Duro steht für DUrable (dauerhaft) und RObust. Er wird verwendet als Mannschaftstransporter, Kommandofahrzeug, Logistik-, Ambulanz-, Gerätefahrzeug und als Startfahrzeug für die Drohne ADS 95. Die Duros werden von der Schweizer Armee, der OSZE und dem britischen Heer eingesetzt.

Aufgrund des Swisscoy-Einsatzes forderte die Schweizer Armee geschützte Duros. Diese wurden wiederum in der Version 4×4 und 6×6 angeboten, wahlweise mit einem Wechselaufbau, einer Ladepritsche oder einem festen gepanzerten Aufbau. Die Schweizer Armee kaufte geschützte Duros in der 6×6-Version als Mannschaftstransporter und als Ambulanzfahrzeug, aus dieser Vorgabe wurde zudem eine Version als Wertsachentransporter abgeleitet. Unter dem Namen Rheinmetall YAK ist das Fahrzeug bei der deutschen BundeswehrW als Truppentransporter, Feldjägerfahrzeug (Militärpolizei) und Ambulanz vornehmlich in Afghanistan im Einsatz.

Varianten Bearbeiten

Militärische Varianten Bearbeiten

Nutzer der geschützten Duroversion in der 6×6-Ausführung:

In der geschützten Ausführung bietet er ballistischen Schutz und integrierten Minen- sowie ABC-Schutz. Der Duro ist als Zweiachser (4×4) und Dreiachser (6×6) mit höherer Nutzlast erhältlich. In der zweiachsigen Variante bietet er Platz für bis zu 20 Besatzungsmitglieder.

Der Duro IIIP ist eine gepanzerte 6×6-Version des Duros, die in der Schweizer Armee auch als DURO GMTF bezeichnet wird und wahlweise mit einem ferngelenkten Maschinengewehr und Nebelwerfer ausgerüstet werden kann. In der Schweizer Armee ist der Duro IIIP als gepanzerter Truppentransporter und als ABC-Nachweisfahrzeug im Einsatz.

Dänemark hat den Duro IIIP als Sanitätsfahrzeug für Einsätze in Afghanistan bestellt.

Die deutsche BundeswehrW beschaffte im Jahre 2004 zunächst 30 der dreiachsigen geschützten Mehrzweckfahrzeuge und führt diese unter der Bezeichnung DURO 3.[1] Neben 12 Fahrzeugen für den Zentralen Sanitätsdienst, vier Feldjägerfahrzeugen und vier Fahrzeugen als Bodenkontrolle sowie Start/Landetruppfahrzeug für die LunaW-Aufklärungsdrohnen wurden dem Einsatzverband in Afghanistan zehn Transporter für die KampfmittelbeseitigungW (EOD) durch den deutschen Generalunternehmer RheinmetallW Landsysteme GmbH übergeben.[2] Darüber hinaus wurden im Jahr 2005 weitere 100 Fahrzeuge als Transportfahrzeuge mit weitreichenden baulichen Veränderungen bestellt.[3] Die Einheiten des zweiten Bauloses verfügen über einen verbesserten ballistischen Schutz, integrierten Schutz gegen Minen bzw. IEDW, ABC-Schutz und haben Platz für bis zu zehn Personen.[4] Die Auslieferung dieser unter dem Namen YAK eingeführten Fahrzeuge erfolgte in den Jahren 2006 bis 2009. Die Bundeswehr plant bis 2013 insgesamt 296 DURO 3/YAK in Dienst zu haben.[5]

Zivile Varianten Bearbeiten

Der Duro 4×4 und 6×6 wurde auch in verschiedenen Konfigurationen als Feuerwehrfahrzeug angeboten:

  • Einsatzfahrzeug für bis zu 16 Feuerwehrleute
  • Schlauchverlegefahrzeug mit 2 × 1000 m Schlauchmaterial
  • Kleinlöschfahrzeug mit 800-l-Löschtank
  • Tanklöschfahrzeug mit 800-l-Wassertank und 100 l Schaummittel

Diese Fahrzeuge sind bei verschiedenen Feuerwehreinheiten in der Schweiz im Einsatz, so z. B. bei der Feuerwehr Bern.

In den 1990er Jahren wurden Überlegungen angestellt, den Duro bei den FeuerwehrWen im Gebiet der ehemaligen DDRW als Ersatz für den Robur LOW einzuführen. Robur und Duro haben vergleichbare Aussenabmessungen, so dass an den vorhandenen FeuerwehrhäusernW keine bauliche Massnahmen für neue Fahrzeuge erforderlich wären. Die Umsetzung scheiterte jedoch am Anschaffungspreis des Duro, der die Finanzkraft der Feuerwehren überstieg.

Der 4×4 Duro wurde auch als Nutzfahrzeug für die Kommunen und Gemeinden angeboten als Kipplader oder mit festem Aluminiumaufbau als Servicewagen, jedoch kam es zu keinen nennenswerten Verkäufen. Auch in der Konfiguration als ziviler Krankenwagen kam es zu keinen Erfolgen.

Eine geringe Anzahl Fahrzeuge befindet sich, meist als Expeditionsfahrzeug ausgestattet, in Privatbesitz. Von zivilen Unternehmen oder Privatpersonen als Offroadwohnmobile, Expeditionsreisebus und Expeditionsfahrzeug auf der Basis von 4×4 und 6×6 Duros umgebaut.

Technische Daten Bearbeiten

Technische Daten Duro III 6x6 [6]
Leistung 184 kW (245 PS)
Motor Cummins 5,9-l-6-Zylinder, Turbo-Diesel (Reihe)
Höchstgeschwindigkeit 100 km/h
Antriebsstrang 6-Gang-Allison-Transmission-Automatik 2500SP (5 Vorwärts-, 1 Rückwärtsgang), Reduziergetriebe, Torsen-DifferentialeW
Gewicht (leer) 7 Tonnen
Nutzlast 6 Tonnen
Basisausrüstung Klimaanlage, Fahrzeug-Informationssystem, Reifen mit Notlaufeinlagen, Can-Bus-System, Vorwärmanlage
Optionale Ausrüstung Seilwinde, zentrales Reifendruck-Reguliersystem (CTIS), ABC-Überdrucksystem, Zusatzpanzerung für erhöhten ballistischen Schutz bis Stufe 3, IED-Schutz, kundenspezifische C4ISTAR-Waffen und andere Systeme, Schneeketten, EURO-V-Motor, Anhängerkupplung, verschiedene geschützte Aufbauten

Nutzer Bearbeiten

  • Schweiz
  • Deutschland
  • Dänemark
  • Irland
  • Vereinigtes Königreich
  • Venezuela

Weblinks Bearbeiten

Commons-logo.svg Commons: MOWAG Duro – Sammlung von Bildern, Videos und AudiodateienVorlage:Commonscat/Wartung/P 2 fehlt, P 1 ungleich Lemma

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatRheinmetall AG: Gavial, Caracal und Yak fahren vorneweg. www.rheinmetall.de, Januar 2006, abgerufen am 10. Januar 2010.
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatAriane von Großmann: Auf dem neusten Stand der Technik: Das Chamäleon der Bundeswehr. www.bundeswehr.de, 22. Februar 2005, abgerufen am 11. Dezember 2009.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatFrank Bötel: Duro und Häggl und für mehr Sicherheit. www.bundeswehr.de, 30. November 2005, abgerufen am 11. Dezember 2009.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatDaniel Kruschinski: Ganz ohne Fell. www.bundeswehr.de, 11. August 2009, abgerufen am 13. Dezember 2009.
  5. Bundeswehrplan 2009
  6. http://www.deutschesheer.de/portal/a/heer/!ut/p/c4/04_SB8K8xLLM9MSSzPy8xBz9CP3I5EyrpHK9jNTUIr2S1OSMvMxsvaLEFL2U0qJ8_YJsR0UAggpCLQ!!/#par1 Eintrag über den Mowag Duro auf der Seite der Bundeswehr
Dieser Artikel basiert bzw. Teile davon basieren auf „Mowag_Duro“ in der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 23:13, 10. Jan. 2016‎ (Permanentlink) und steht unter der Lizenz cc-by-sa 3.0 unportedW. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Auch bei FANDOM

Zufälliges Wiki