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Moschee Al-Shems

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Die Moschee Al-Shems (Al-Shems arab.: „Sonne“) ist die Moschee der Islamisch-Albanischen Gemeinschaft Al-Shems. Die Moschee wurde im Jahre 1990 in Kriessern in Sankt Gallen gegründet. Der Standort der Moschee wurde 1995 nach Rebstein verlegt. Zunächst wurde ein anderes Gebäude in Rebstein genutzt und 2005 erfolgte der Umzug in das noch heute genutzte Gebäude. Die Moschee gehört keinem Dachverband an.

Geschichte Bearbeiten

In der Zeit der Saisonniers kamen Arbeiter aus dem Jugoslawien in die Schweiz. Zumindest für den Monat Ramadan mieteten sie 1990 in Kriessern SG einen Saal. Zunächst hatten fünf Personen für die Miete und die Kosten des Imams aufzukommen, der extra von Mazedonien oder Serbien geholt wurde. Bereits nach einem Jahr wuchs die Mitgliederzahl auf 100 Personen, auch wenn es keinen fixen Mitgliederbeitrag gab. In diesem Jahr gründete man auch die Islamisch-Albanischen Gemeinschaft Al-Shems.

1995 schliesslich machte die stetig wachsende Mitgliederzahl einen neuen Raum für die Moschee notwendig. Dieser - genau genommen ein Keller - fand sich in Rebstein, war jedoch grösser, und der Verein schloss mit dem 1. Januar 1996 einen Mietvertrag für die neue Moschee ab. Die Jahre im Keller waren geprägt von Spendensammlungen für den Kosovokrieg. So fanden nicht nur rituelle Feste und Anlässe statt, sondern auch nationalistische. Da die Mitgliederzahl weiter wuchs, motivierte Alivebi, der damalige Imam von Al-Shems und heutige Imam in der Ikre Moschee in Rorschach, zum Erwerb eines eigenen Objektes. Die Mitglieder sagten der Vereinsleitung die finanziellen Mittel zu. Man entschied sich für das Objekt an der Gewerbestrasse und sammelte Geld für den Umzug, der jedoch nicht sofort stattfinden konnte, da die Bewilligung der Nutzungsänderung der Gemeinde nicht erteilt wurde.

Gerichtsverfahren um Baugenehmigung Bearbeiten

Die Gemeinde Rebstein hatte 2003 keine Nutzungsänderung erteilt, da vor allem Nachbarn vehement gegen eine Moschee kämpften. So wurden beispielsweise Flugblätter verteilt mit der Aufschrift „Keine Moschee in rheintaler Wohnviertel“. Die Gemeinde Rebstein begründete die Nichterteilung der Nutzungsänderungs-Bewilligung damit, dass die geplante Nutzung nicht zonenkonform sei. Die Islamisch-Albanische Gemeinschaft legte 2004 beim Baudepartement Rekurs ein. Nach einem langen hin und her, akzeptierte das Baudepartement den Rekurs. Die Gemeinde Rebstein reichte dann eine Beschwerde gegen die Entscheidung des Baudepartements beim Verwaltungsgericht Kantonsgericht St. Gallen ein. Schlussendlich bewilligte das Gericht die geplante Nutzungsänderung. Die Bewilligung wurde erteilt und nach drei Jahren konnte der Umzug stattfinden. Seit 2005 befindet sich die Islamisch-albanische Gesellschaft an der Gewerbestrasse 2 in Rebstein.[1] [2]

Infrastruktur Bearbeiten

Von aussen ist die Moschee kaum als solche erkennbar. Lediglich eine Tafel am Eingang mit der Aufschrift "Bashkësia Islame Al-Shems/ Islamische Gemeinschaft Al-Shems" weist auf eine Moschee hin.

Das Gebäude besteht aus zwei Stockwerken. Im oberen Stockwerk befindet sich das wichtigste Element einer Moschee, der Gebetsraum. Er ist mit einem Teppich versehen und nimmt den grössten Platz des Stockwerks ein. In der Mitte des Gebetsraum befindet sich der Mihrab (Gebetsnische). Er stellt einerseits den Gebetsort des Imams dar, andererseits zeigt er die Qibla (Gebetsrichtung). Der Mihrab ist auch mit zwei Kalligraphien versehen, auf dem Mohammed und Allah zu lesen sind. Auf der rechten Seite des Mihrabs steht der Minbar (Kanzel). Er wird ausschliesslich für die Freitags- und Feiertagspredigt verwendet. Ebenfalls befinden sich im oberen Stockwerk die Büroräume, eine Bibliothek, Toiletten und auch ein Waschraum für die Durchführung der rituellen Waschung. Im unteren Stockwerk befindet sich eine Cafeteria, zugleich Versammlungsort für Veranstaltungen ausserhalb der Gebetszeiten. Im ersten Stockwerk befindet sich zudem der Raum für den Islamunterricht, der auch als Gebetsraum der Frauen dient. Vor dem Gebäude gibt es Parkmöglichkeiten.

Moschee heute Bearbeiten

Die Moschee zählt heute über 520 Mitglieder. Sie wurde käuflich erworben und ist abgezahlt. Der aktuelle Vereinspräsident für die Amtsdauer 2014/2015 ist Nazim Demolli.Über 80 Schüler besuchen wöchentlich den Islamunterricht, der geleitet wird durch den Imam Enes Koshi.

Die Moschee ist zu allen fünf Gebetszeiten offen. Zudem finden wöchentliche Predigte vom Imam statt, jeweils am Freitagabend und am Sonntag.

Weblinks Bearbeiten

http://www.al-shems.ch

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Entscheid Verwaltungsgericht vom 20. Juni 2005 abgerufen am 29.November 2015
  2. Moschee: «Es gab nie Klagen» Tagblatt vom 26. Mai 2012, abgerufen am 29. November 2015

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