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Kleinzieldrohne 1985, KZD 85
Zieldrohne.JPG
Start einer KZD 85
Typ: DrohneW
Entwurfsland: SchweizSchweiz Schweiz
Hersteller: Farner-Werke, Grenchen
Indienststellung: 1985
Stückzahl: 60


Die KZD 85 (Kleinzieldrohne 1985) ist eine DrohneW bzw. ein UAVW (englisch unmanned aerial vehicle), welche von den Farner-Werken, Grenchen entwickelt wurde. Heute ist die RUAG für die Wartung und Reparatur zuständig.

Die Kleinzieldrohnen KZD 85 wurden im Jahr 1985 von der Schweizer Luftwaffe für das Training der Fliegerabwehrtruppen (Flab) in total 60 Stück beschafft. Die Schweizer Luftwaffe ist der einzige Betreiber der Drohne und hat noch rund 30 Stück im Einsatz. Die Drohnen dienen auf eine maximale Distanz von 2,5 km unter Sichtbedingungen als Ziele.

Einsatz Bearbeiten

Die Fliegerabwehrtruppen (Flab) verwenden die KZD für folgenden Waffen für Zielübungen:

  • Mittleres Fliegerabwehrkanonensystem Oerlikon-35-mm-Flab-Kanone 63/90
  • Leichtes Fliegerabwehrlenkwaffensystem StingerW

Die KZD 85 wird eingesetzt, um den Richtschützen der 35-mm-Flab-Kanone vor dem Training im scharfen Schuss im Richtvorgang zu trainieren. Die Zielbekämpfung im scharfen Schuss wird auf einen Schleppsack hinter einer Pilatus PC-9 trainiert. Bei der StingerW wird die KZD verwendet, um mit dem Stinger launch simulator (STLS) den Start der Lenkwaffe zu üben. Bis zur Ausmusterung der 20-mm-Fliegerabwehrkanone 54 wurde die KZD 85 auch für diese Waffe zum Zielerfassungstraining verwendet. Heute laufen Versuche, sie als „Kleinstzieldrohnen“ auch für das mobile Flab-Lenkwaffensystem RapierW einzusetzen.

Funktion Bearbeiten

Die Drohne wird vollautomatisch vom Katapult auf dem einachsigen Transportanhänger gestartet. Der Einachsanhänger beinhaltet nebst dem Katapult Platz für den Transport von vier zerlegten Drohnen sowie alle Werkzeuge und Gerätschaften, die für die Montage, den Start und den Flugbetrieb nötig sind. Die Drohne wird auf einen Katapult-Schlitten gesetzt und der Motor der Drohne wird mit einem Elektromotor – ähnlich einer Handbohrmaschine – auf die nötige Drehzahl gebracht. Nachdem der Benzinmotor die nötige Drehzahl erreicht hat und sämtliche Checks durchgeführt wurden, wird der Gummizug des Katapults mit einem im Anhänger eingebauten Elektrowindenmotor auf Spannung gebracht. Wenn der Drohnenpilot das Zeichen gibt, löst der Drohnenwart den Start aus. Die Drohne landet nach der Mission an einem Fallschirm, kann aber (gerade bei starkem Wind) auch eine Gleitlandung auf Gras oder Schnee ausführen.

Fernsteuerung Zieldrohne.JPG

Fernsteuerung der KZD 85

Die Drohne kann für den Transport in die Hauptkomponenten Rumpf, Flügel, Seitenleitwerk und Höhenruder zerlegt werden. Sie besteht aus Aluminium, der Motor stammt ursprünglich von einer benzinbetriebenen Kettensäge. Im Inneren der Drohne befinden sich nur die für die Steuerung in drei Achsen notwendigen Komponenten sowie die Schubregelung und die Auslösung für den Fallschirm und der Fallschirm selbst. Die Drohne verfügt über keinerlei Sensoren und Aufzeichnungsgeräte sowie über kein GPS und keinen Transponder. „Geschossen“ wird auf die Drohne nur auf Sicht. Die Zieltreffer des Lasers werden durch die Reflektionsflächen der Drohne zurückgespiegelt und von der entsprechenden Apparatur beim Schützen ausgewertet.

Obwohl schon seit 1985 im Einsatz, ist bisher kein Nachfolgesystem vorgesehen und die KZD 85 werden auch in den nächsten Jahren weiterverwendet. Ob die KZD 85 mit dem System Bodluv 2020 auch nach 2020 noch verwendet werden, ist noch offen.

Weblinks Bearbeiten

Commons-logo.svg Commons: KZD 85 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Dieser Artikel basiert bzw. Teile davon basieren auf „KZD_85“ in der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 21:17, 24. Jan. 2016 (Permanentlink) und steht unter der Lizenz cc-by-sa 3.0 unportedW. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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