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Giuseppe Scaglione (* 1969 od. 1970) ist ein Medienunternehmer aus Basel.[1] Er Lebt in Zürich.

Wirken Bearbeiten

Giuseppe Scaglione begann seine Karriere im Hörfunkbereich als Moderator bei Radio Raurach (Nachfolger ist Radio Basel 1). Dann gründete er 1997 unter dem Namen Radio 105 Network AG die spätere Music First Network AG und begann als Mehrheitsaktionär und CEOW startete mit dem Sender Radio 105 (jetzt Planet 105).

Radio 105 (1998–2014) Bearbeiten

Scaglione gründete 1998 in Muttenz unter dem Namen Radio 105 das erste sprachregionalen Jugendradiosender der Schweiz, der sein Programm im KabelnetzW der ganzen Deutschschweiz ausstrahlte.

Nachdem DJ Radio-Gründer Egon Blatter sich 2003 in einem Wettbewerb um den Erhalt einer UKWW-Radiokonzession beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) für einen Jugendsender im Grossraum Zürich gegen Scagliones Music First Network AG und weitere Mitstreiter durchsetzen konnte und diese vom UVEK bewilligt bekam[2], reichte Scaglione 2004 wegen eines Formfehlers des BAKOM Rekurs beim Bundesrat ein, der den Rekurs in einem Punkt gutgeheissen hatte.[3] Scaglione gewann dann eine weitere Ausschreibung um eine UKW-Konzession und erhielt diese nach Entscheid des UVEK im Jahr 2008 neben einer weiteren UKW-Konzession.[4][5]

Seit dem 9. September 2009 ist der Sender deshalb zusätzlich in der Region Zürich über UKW empfangbar und gilt auf Grund des expliziten Leistungsauftrag des BAKOM für die Stadt Zürich nur noch bedingt als sprachregionales Jugendradio.[6]

Planet 105 ist der Schweizer Ableger des italienischen Senders Radio 105 Network und betreibt im InternetradioW empfangbare Spartenkanäle wie Ibiza Lounge und Ibiza Club. Der Sender wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2011, 2012 und 2013 dreimal in Folge als «Radio Of The Year».[5]

2014 musste die Music First Network wegen finanzieller Probleme Konkurs an.[7] Nach längerer Ungewissheit über die Zukunft des Jugendradios kaufte Roger Schawinski in einem Verfahren den Sender und betreibt diesen nun zusammen mit seinem Zürcher Radio 1.[8]

Radio Monte Carlo Swiss (2006–2014) Bearbeiten

Ab 2006 betrieb er über seine Music First Network AG auch den Schweizer Ableger des italienischen Senders Radio Monte Carlo, dessen Programm sich in Ergänzung an den Jugendsender im Kabelnetz und über das Internet an eine Publikum ab 25 Jahren in der ganzen Deutschschweiz richtet. Nach dem Konkurs der Music First Network AG wurde der Sender von Radio 1 miterworben. Die ehemalige Homepage von Radio Monte Carlo Swiss leitet auf die von Radio 1 weiter.

my105 (seit 2015) Bearbeiten

Scaglione, der sich bei der italienischen Finelco (Tochterunternehmen der Mailänder RCS Gruppe) die Markenrechte an «105» sichern konnte, betreibt seit dem 28. Mai 2015 in Zürich unter dem Namen my105 die erste interaktive MusikstreamingW-Plattform der Schweiz. Die Plattfrom bietet kuratierte, handverlesene Musikstreams für verschiedene Stilrichtungen an. Mitbeteiligt von Beginn an ist seine Frau Paola Libera und Unternehmen wie SeatW, Manor, sobu und Amavita Keypartner.[5] Seit dem 27. August 2015 ist my105 auch über DAB+W zu empfangen.[9]

Weblinks Bearbeiten

Einzelnachweise Bearbeiten

  1. Mark van Huisseling: MvH trifft Giuseppe Scaglione, Die Weltwoche, Ausg. 20/2015.
  2. Neuer Sender in Zürich lizensiert: DJ Radio, Radioszene, 16. Dezember 2004.
  3. DJ Radio. In: Belächelt, beneidet, bewundert – Jugendmedien in der Schweiz, tink.ch 2/2007, S. 21. (online)
  4. Egon Blatter sieht DJ Radio als Spielball der Medienpolitik, Werbewoche, 21. Dezember 2007.
  5. 5,0 5,1 5,2 Giuseppe Scaglione kehrt mit „105“ zurück, Radioszene, 22. Apr. 2015.
  6. Radio 105 – Meldung beim BAKOM, www.admin.ch
  7. 105 vor dem Aus. Radio 105, abgerufen am 19. Januar 2014
  8. Radio 1: Roger Schawinski erhält Zuschlag für Radio 105 abgerufen am 19. Januar 2014
  9. Tom Sprenger: Zweimal 105: my105 startet über DAB+ in der Deutschschweiz, Radiowoche, 21. August 2015.


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