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X-5099 in Meiringen.jpg

F/A-18C Mock-up MAGO mit dem Kennzeichen X-5099

Das F/A-18C Mock-up MAGO (MAGO steht für Mobile Ausbildungsanlage Ground Operations) ist eine interaktive Trainingsvorrichtung für die Rettungskräfte auf den Militärflugplätzen der Schweizer Luftwaffe.

AusgangslageBearbeiten

Rettungs- und Feuerwehrübungen wurden in der Schweizer Luftwaffe in der Vergangenheit an Einsatzflugzeugen und aus dem Flugdienst ausgemusterten Flugzeugen durchgeführt. Mit der massiven Verkleinerung des Jetflugzeugbestand in den letzten Jahren, der geringen Stückzahl von F/A-18W Flugzeugen (aktuell noch 30 Stück,nach dem Verlust von vier F/A-18) in der Schweizer Luftwaffe (eine geplante Beschaffung einer zweiten Tranche F/A-18 wurde nicht umgesetzt). Beim Rückverkauf von F-5E TigerW an die USA wurde in Erwägung gezogen eine F/A-18A von der 309th Aerospace Maintenance and Regeneration GroupW zu kaufen. Diese Idee wurde jedoch verworfen. Mit der weiteren Reduktion der F-5 Flotte und der daraus resultierenden höheren Nutzung der F/A-18 Flotte und Aufbau der 24 Stunden QRAW verschärfte sich das Problem für realistische Ausbildungen und Übungen der Bodenmannschaften. Daher wurde im Jahr 2009 ein Projekt gestartet das dazu führte, dass 2013 das F/A-18C Mock-upW MAGO mit der RegistrationW X-5099 angeschafft wurde. Aufgrund der positiven Erfahrung und dem Bedarf an solch einer Trainingsmöglichkeit hat die Schweizer Luftwaffe beschlossen ein weiteres F/A-18C Mock-up MAGO zu beschaffen, die X-5098 wurde im April 2017 an die Luftwaffe übergeben.

Aufbau Bearbeiten

Die Bauzeit für ein F/A-18C Mock-up MAGO dauert etwa 1 Jahr. Die Firma Hugo Wolf AG als Generalunternehmerin baut die F/A-18C Mock-up MAGO. Diese werden komplett in der Schweiz hergestellt. Einzelne Cockpit-Teile kommen aus den USA. Das Gewicht des nachgebauten Kampfjets beträgt 5,4 Tonnen, mit einer Gesamtlänge von 17 Metern und einer Flügelspannweite von 12 Metern entspricht ein F/A-18C Mock-up MAGO genau den Messeinheiten und Umrissen eines original F/A-18C. Die richtigen Masse und Prägungen basieren auf den Daten des F/A-18 Herstellers Boeing. Teilweise ist das Cockpit mit Originalinstumenten ausgerüstet. Es ist ein echter Schleudersitz (ohne Sprengkapseln) eingebaut. Die mit speziellen Instrumenten zur Simulation im Rettungsbereich ausgerüstete Maschine besteht zu grossen Teilen aus einer Mischbauweise aus Holz-Composit.Die Maschinen verfügt über eine eigene Stromversorgung, für das Funktionieren verschiedener technischer Vorrichtungen wie auch das Aufklappen des Cockpits und die Produktion von künstlichem Rauch.

Funktionen Bearbeiten

Über einen eingebauten Computer kann der Instruktor Simulationen wie Triebwerkbrand, ein überhitztes und glühendes Fahrwerk, Rauch im Cockpit oder die Bergung eines von der Piste abgekommenen Jets auslösen. die Triebwerke können audiophon in Betrieb gesetzt werden um eine realistische Lärmkulisse zu erzeugen. Die F/A-18C Mock-up MAGO können an allen Waffenstationen mit Übungsbewaffnung (Zusatztanks, AMRAAMW Attrappen und AIM-9W AttrappenW) versehen werden. Um Treibstofflecks zu simulieren können die Zusatztanks mit Wasser befüllt werden. Die Flügel lassen sich Hochklappen. Bei der X-5098 wird es zudem zusätzliche Möglichkeiten geben: Nebst am "Flugzeug" selbst programmierbare Szenarien eingestellt werden können, lasen sich die verschiedenen Programme auf per Tabletcomputer fernbedient auslösen. Interne Tanks zur Simulation von Treibstofflecks können auch mit Wasser befüllt werden, das Bugfahrwer kann ein- und ausgefahren werden, dies um auch Notlandungen mit kollabierendem Fahrwerk zu simulieren.

EinsatzorteBearbeiten

Mit der Einführung der Robusteren und mit mehr Funktionen ausgerüsteten X-5098, deren Transport etwas aufwändiger ist als bei der X-5099 wird die X-5098 ausschliesslich auf dem Militärflugplatz Payerne eingesetzt [1]. Die X-5099 kommt dann vorallem auf dem Militärflugplatz Emmen, Militärflugplatz Meiringen, dem Militärflugplatz Sion und dem Flughafen ZürichW zum Einsatz (Der Flughafen Zürich wird als alternate Landeplatz für den Luftpolizeidienst benutzt).

ReferenzenBearbeiten

  1. Berner Zeitung Die Hornisse die nie fliegen wird

WeblinksBearbeiten

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